Verschlüsseln – Entschlüsseln

Positionen zur Mathematik in der Kunst der Gegenwart 

Mathematik findet auf vielfältige Weise Eingang in die zeitgenössische Kunst. Für „Verschlüsseln – Entschlüsseln“ wurden von Professor Dietmar Guderian Positionen ausgewählt, die sich mit dem Thema Kodierung auseinander setzen – ist doch die Verschlüsselung uns geläufiger Zahlen und Buchstaben in das Dualsystem Grundlage jeder Computeranwendung. 
In der Ausstellung werden Beispiele namhafter Künstler gezeigt, die das Thema Kodierung in ihren Werken aus ganz unterschiedlichen Perspektiven aufgreifen: Josef Linschinger färbt den Warencode, Karsten Panzer den Gencode subjektiv, aber in schlüssiger Weise ein. A.R. Penck erfindet und übernimmt einen persönlichen Symbolvorrat für sein Kunstwerk, Waltraut Cooper nutzt den Dualcode für eine interaktive Neoninstallation, in der Besucher das Verschlüsseln eines Datums auslösen und verfolgen können. Karl Herrmanns Text verwandelt sich zu visueller Poesie und das Schlüsselwort im Graffiti von artplosion zu einem Kunstwerk im öffentlichen Raum. Klaus Schneider kodiert einen rätselhaften Text von Mallarmé durch optische Eingriffe mit Hilfe der Blindenschrift und des Zufalls ein zweites und drittes Mal.

Kurator: Prof. Dietmar Guderian  
Pädagogische Hochschule Freiburg 



A. R. Penck: ohne Titel © A.R. Penc...
Waltraut Cooper: Date
Karsten Panzer: „absent sequences c...